Der Name unseres Dojos "Katsujinken Dojo e.V. " - Das Schwert das Leben gibt - stellt vor allem unsere Philosophie im Umgang mit der Kampfkunst und insbesondere Schwertkampfkunst dar. Mit dem Lehren und Lernen dieser alten Kunst möchten wir eine Tradition und eine Faszination einer Kultur pflegen und vermitteln, von der wir viel lernen können.

 

Damit sind wir kein Platz für die, die erlernen wollen ein scharfes Schwert für sich als Waffe zu benutzen.

 

Unser Dojo wurde 2005 von Peter Felber Sensei gegründet, der vorher in mehreren anderen Dojos im Raum München und Fürstenfeldbruck aktiv war und einige davon mitbegründete.

In den traditionellen japanischen Waffengattungen schränken wir das Mindestalter ein, wobei die individuelle persönliche Eignung für uns eine wichtige Rolle spielt. Teilnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen können sich bei uns ebenfalls gerne vorstellen. Wir werden Ihnen gerne helfen, ein Trainingsvolumen nach individueller Leistungsfähigkeit zu finden.

 

Unser Team

Sensei Peter

  Shinkendo Ren-E/Chuden Renshi Kaku

  6. Dan Goshin-Jitsu/Ju-Jutsu, 3. Dan Jiu-Jitsu, 2. Dan Toyama-Ryu

Sensei Peter ist der Leiter und Cheftrainer des Katsujinken Dojo. Er ist verantwortlich für den Ablauf und trainiert Kinder- und Erwachsene in der

                         Stilrichtung realistische Selbstverteidigung Goshin Jitsu.

 

Sensei Caro

  Shinkendo Ghoho / Shoden Renshi Kaku

  2. Dan Goshin-Jitsu, 1. Dan Jiu-Jitsu

Sensei Caro ist Vizecheftrainerin und leitet das Training im Bereich Shinkendo. 

                      Sie trainiert in der Stilrichtung traditionelle Schwertkampfkunst Shinkendo.

 

Sensei Anders

   Shinkendo Santen / Shiduin

 

Sensei Anders trainiert in der Stilrichtung traditionelle Schwertkampfkunst Shinkendo.

 

 

 

  Dachverbände und Organisationen

 

 

Die Shinkendo-Abteilung des Katsujinken Dojo e. V. ist Mitglied in der

 

 I.S.F. International Shinkendo Federation -  www.shinkendo.com

 

S.S.F. Swiss Shinkendo Federation -  www.shinkendo.ch

 

 

 

Der Trainingsort und die Trainingszeiten

 

Trainingsort

Neue Turnhalle im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

Trainingszeiten

Montag und Donnerstag von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr

 

 

Beiträge und Gebühren

 

Monatlicher Mitgliedsbeitrag: 28,00 Euro

Einmalige Anmeldegebühr: 20,00 Euro

Mitgliedschaft in der International Shinkendo Federation I.S.F.:

Jahresgebühr: 50,00 Euro

 

 

Die Entstehung von Shinkendo

 

Shinkendo ist eine traditionelle japanische Schwertkampfkunst, die auf der über 1200 Jahre alten Tradition und Geschichte der Samurai und des Bushi Damashii, des Geist des Kriegers, fußt. Begründet wurde Shinkendo durch Meister Toshishiro Obata, der 1948 in der Präfektur Gunma, Japan, als Kind einer alten Samuraifamilie geboren wurde. Im Alter von 10 Jahren beschritt Toshishiro Obata den Weg der Kampfkunst und hatte das Glück an den berühm- testen Kampfkunstschulen Japans und deren Meistern studieren zu dürfen. Dazu gehören unter anderem:

 

- Yoshinkan Aikido unter Meister Shioda Gozo
- Yagyu-Shinkage-ryu unter Meister der 20. Generation Yagyu Nobuharu
- Ioriken Battojutsu unter Meister Uchida Tesshinsai
- Toyama-ryu und Nakamura-ryu unter Meister Nakamura Taizaburo
- Kashima-Shin-ryu unter Meister Tanaka Shigeho
- Ryukyu Kobudo unter Meister Inoue Motokatsu
- Jutte-justsu und Masaki-ryu unter Meister Nawa Yumio

 

Aus den Jahrzehnten an Studium und Erfahrung zu den verschiedenen praktizierten japanischen Kampfkünsten folgte Meister Obata der japanischen Tradition seinen eigenen Stil und Weg aus dem Erlernten zu beschreiten. Dies führte zu Shinkendo, das zum Ziel hat Techniken und Strategien, die sich teilweise weit auseinanderentwickelt hatten, sinnvoll zusammenzuführen. Obata legte dabei großen Wert darauf, die Stärken der einzelnen Richtungen zu bewahren und dabei Shinkendo nicht als etwas völlig Neues zu kreieren sondern als es Vereinigung der alten traditionellen Kampfkünste zu formen, die die Japanische Bushi (= Krieger) über 1200 Jahre gepflegt und verinnerlicht hatten.

 

Meister Toshishiro Obata hat sein Honbu Dojo, die Hauptschule und Zentrum der International Shinkendo Federation I.S.F., in Los Angeles. Obata, sein Sohn und seine Tochter entwickeln Shinkendo kontinuierlich weiter. Sie halten eigene Seminare im Honbu Dojo und besuchen regelmäßig weltweit ihre Dojos zu internationalen Seminaren.

 

Weitere Informationen zu Shinkendo finden Sie unter:

 

I.S.F. International Shinkendo Federation - www.shinkendo.com

S.S.F. Swiss Shinkendo Federation - www.shinkendo.ch

Shinkendo Deutschland - www.shinkendo-deutschland.de

 

 

            Shin  -  wahr, echt

            Ken   -  das Schwert

            Do     -  der Weg

 

 

 

Übersetzt bedeutet Shinkendo der wahre / echte Weg des Schwertes.

Im Shinkendo wollen wir uns nahe an die Ursprünge dessen bewegen, was die japanische Kultur der Samurai bedeutet hat. Sicher birgt besonders das fernöstliche eine Faszination, die in vielen Facetten auf uns wirkt. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass wegen der jahrhundertelangen Isolation Japans  in diesem Land das Mittelalter Bestand hatte. In einer Zeit, in der die westliche Welt an der Schwelle der industriellen Revolution und Neuzeit stand, herrschten dort noch Regeln, welche bei uns schon seit Jahrhunderten nicht mehr gepflegt wurden.

Mit der  Öffnung Japans für den Rest der Welt begann in diesem Land eine Veränderung unglaublicher Art. Rund um eine zutiefst traditionelle Seele machte Japan in rasanter Geschwindigkeit eine Umwandlung in einen der modernsten Staaten der Welt durch.

 

Heute ist Japan eben diese Moderne. Aber es ist auch ein sehr junges und authentisches Fenster in eine alte Zeit und Kultur. Wir können in den fernöstlichen Kulturen an etwas teilnehmen, dass tatsächlich noch authentisch über Generationen von Meistern gepflegt und für uns bewahrt wurde. Shinkendo ist nicht nur ein Kampfsport oder eine körperliche Betätigung sondern vielmehr die Teilnahme an einer Kultur und Kunst, die uns neben der exotischen Faszination vieles geben und lehren kann, was in unserer modernen Welt schon lange verloren gegangen ist.

 

 

Shinkendo setzt sich aus fünf Grundelementen zusammen.

Diese haben verschiedene Aufgaben und Schwerpunkte und jeder Bereich für sich beschäftigt sich mit anderen Aspekten der Schwertkampfkunst.

 

SUBURI

Die Suburi sind zusammenfassend Schwertschwing-übungen. Sie variieren von einfacher bis hoher Kom-plexität und umfassen einzelne Schnitte bis hin zu komplexeren Folgen. Suburi sind Übungsformen die Körper- und Schwertbewegungen miteinander in Einklang bringen sollen. Dabei festigen sie die Routine, Natürlichkeit und Präzision von Schnitten und fordern und fördern Ausdauer und Konzentration. Trainiert werden sie als Einzelübungen.

 

BATTOHO

Die Battoho sind kämpferische Formen des Schwertziehens. Bei der Goho-Battoho (Go für die Zahl Fünf) handelt es sich z. B. um fünf Haupttechniken das Schwert zu ziehen. Dem Szenario der kämpferischen Auseinandersetzung entsprechend folgt jeder einzelnen Schwertziehtechnik eine Reihe von Folgeschritten und Blocks, die je nach Erfahrung des Lernenden immer komplexer und fordernder werden. Am Ende einer Battoho-Folge steht stets Chiburi (= rituelles Abschleudern des Blutes des Gegners) und das Zurückstecken der Waffe. Ebenso wie die Suburi sind die Battoho Einzelübungen ohne Gegner oder Trainingspartner. Sie sind jedoch sehr geeignet, in Formation von zwei, vier oder mehr Praktizierenden Shinkendo synchron zu üben und eindrucksvoll zu präsentieren.

 

TANREN KATA

Die Gruppe der Tanren Kata sind die in vielen anderen asiatischen Sportarten bekannten Abfolgen der Kata. Eine Kata stellt eine symbolische Kampfsituation dar, in der sich der Praktizierende in der Regel mit mehreren imaginären Gegnern auseinander zu setzen hat. In einer festen Folge aus Angriffs, Verteidigungs- und Ausweichtechniken spielen Richtung, Ablauf und Harmonie zwischen Angriff, Block und Rückzug eine wichtige Rolle. Eine Kata wird meistens alleine praktiziert, kann aber auch mit realen Gegnern an Stelle der Imaginären gelaufen werden.

Bei der Kata ist der jeweilige Charakter der Folge sehr individuell und wichtig. So gibt es Katas, die den harmonischen Wechsel von Ruhe- und Geschwindigkeitsphasen pflegen, andere setzen sich mit Gegnern in speziellen Richtungen auseinander und andere wiederum vertiefen das Zusammenspiel von Ausmaß des Richtungswechel und der dazu am besten geeigneten Weite von Blocks und Schnitten.

 

TACHI UCHI

Shinkendo ist  keine meditative oder spirituelle Schule, sondern pflegt die Tradition der Kampfkunst der Samurai.

Hierbei sind die Erfahrung und Fähigkeit das (Holz-)Schwert als Waffe der japanischen Krieger zu erleben und zu führen ein wichtiger Bestandteil. Diese Übungen erfolgen im Tachi Uchi, den Partnerübungen mit realistischen Angriffs- und Verteidigungsübungen.

Die Tachi Uchi werden mit dem Bokuto geübt und sind elementar, um von ohne Kontakt bis festem Halbkontakt die Präzision, Konzentration und vor allem Disziplin zu erlernen, die eine Kampfkunst von dem Praktizierenden verlangt. Natürlich erfordert diese Trainingsform eine sorgfältige Vorbereitung von den Übenden.

Dies zeigt sich am besten darin, dass es beim Tachi Uchi nie einen Gegner sondern nur einen Partner gibt. Die Techniken und Abfolgen sind festgelegt und es geht ausschließlich um den gemeinsamen Erfolg eines gut eingespielten und fordernden Erlebnisses. Niemals werden beim Tachi Uchi Techniken improvisiert und der Partner überrascht. Es geht nicht um Sieg oder Niederlage.

 

TAMESHIGIRI

Das Tameshigiri hat in der japanischen Tradition zwei Aufgaben. Übersetzt bedeutet es soviel wie Testschnitt oder Schwertprobe. Das Katana oder Shinken ist die Waffe der Samurai, von deren Leistungsfähigkeit letztendlich das Leben des Trägers abhängen kann. In der Schwertprobe haben erfahrene Samurai Schwerter mit Schnitttests von Stroh-bündeln, Bambusstangen und Reisstrohmatten geprüft und dann bewertet. Je nach Güte und Erfolg stieg oder fiel der Wert eines Schwertes nach diesem Test.

Die Schwertprobe ist aber auch eine Probe des Lernenden der Schwertkampfkunst. Mit dem echten Schnitt einer vorher in Wasser eingelegten und zusammengerollten Reis-strohmatte erlebt auch der Praktizierende seine eigene Probe, die Frage ob er gut oder nicht gut gelernt hat.

Das Tameshigiri ist der einzige Einsatz, bei dem im Shinkendo das scharfe Schwert verwendet wird. Es ist ausschließlich den fortgeschrittenen Praktizierenden vorbehalten und nicht nur die körperlichen und technischen Fähigkeiten sondern besonders die persönliche Eignung sind Voraussetzung, dass ein Lernender das Tameshigiri ausführen darf.

 

 

Shinkendo ist ein anspruchsvoller Sport, der Geist und Körper fordert und trainiert. Dabei können Schüler unterschiedlichsten Zeitanspruchs und Alters bei uns trainieren - wir trainieren immer alle zusammen und miteinander.

 

Als Trainingsgeräte verwenden wir die meiste Zeit das Holzschwert Bokken für Einzelübungen und den robusten Holzstock Bokuto für Partnerübungen mit Kontakt der Schwerter.

 

Das stumpfe Metallschwert Iaito wird ab einer gewissen persönlichen Eignung und auch nur unter Aufsicht der Instruktoren für bestimmte Einzelübungen verwendet.

Das scharfe Schwert wird in unserem Unterricht nicht eingesetzt. Die Schnittübungen des Tameshigiri sind erfahrenen Trainern vorbehalten und spielen im allgemeinen Training keine Rolle.